Ein Todesfall trifft die meisten Menschen unvorbereitet. Selbst wenn er absehbar war, fühlt sich der Moment selbst plötzlich an. Es ist keine Schande, in diesem Moment nicht zu wissen, was zu tun ist.

1. Innehalten

Das Wichtigste zuerst: Es eilt nichts so sehr, wie es sich anfühlt. Sie dürfen sich Zeit nehmen. Setzen Sie sich, atmen Sie, rufen Sie jemanden an, der bei Ihnen sein kann. Erst dann beginnen die formalen Schritte.

2. Den Arzt verständigen

Jeder Todesfall braucht einen ärztlich bestätigten Totenschein, bevor weitere Schritte erfolgen können.

  • Zuhause: Hausarzt oder ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117. Bei plötzlichem, unerwartetem Tod: 112.
  • Im Krankenhaus / Pflegeheim: Das Personal übernimmt diesen Schritt automatisch.

Der Arzt füllt den Totenschein aus und übergibt Ihnen die Bescheinigung – dieses Dokument benötigen Sie für alles, was folgt.

3. Engste Angehörige informieren

Diese Anrufe sind die schwersten. Es gibt keine richtigen Worte. Sagen Sie es einfach. Auch ein Satz wie „Ich muss Dir etwas Schlimmes sagen" gibt dem anderen einen kurzen Moment, sich zu setzen, bevor er die Nachricht hört.

4. Das richtige Tempo für den Rest

Die nächsten Schritte – Bestatter wählen, Sterbeurkunde beantragen, Bestattung organisieren – haben in Deutschland je nach Bundesland zwischen 24 und 96 Stunden Zeit. Nichts davon muss in derselben Nacht passieren.

Was Sie heute Abend wissen sollten

Sie müssen heute Abend nicht mehr leisten, als:

  • den Arzt verständigt haben,
  • einen engen Menschen an Ihrer Seite haben,
  • wissen, dass Sie morgen einen Bestatter anrufen werden.

Das ist genug. Das ist sogar viel.

Unser Begleiter für die ersten Tage führt Sie Schritt für Schritt durch alle Aufgaben, ohne Sie zu überfordern. Auch nachts, auch am Wochenende.

Begleiter-App öffnen ↗

Begleiter-App

App öffnen ↗