Die Sterbeurkunde wird vom Standesamt ausgestellt – und zwar von dem Standesamt, in dessen Bezirk der Verstorbene gelebt hat (nicht von dem in Ihrem Wohnort).

Wo beantragen?

Beim Standesamt der Gemeinde oder Stadt, in der der Verstorbene zuletzt seinen Hauptwohnsitz hatte. In den meisten Städten kann der Antrag auch online gestellt werden.

Welche Unterlagen brauchen Sie?

  • Totenschein (vom Arzt ausgestellt)
  • Personalausweis des Verstorbenen
  • Geburtsurkunde des Verstorbenen
  • Bei Verheirateten: Heiratsurkunde oder das Familienstammbuch
  • Bei Verwitweten: Sterbeurkunde des verstorbenen Ehegatten
  • Bei Geschiedenen: rechtskräftiges Scheidungsurteil

Falls Unterlagen nicht auffindbar sind: Das Standesamt kann sie bei dem entsprechenden Geburts- oder Heiratsstandesamt anfordern. Das dauert ein paar Tage länger und kostet etwas extra.

Was kostet eine Sterbeurkunde?

Die erste Urkunde kostet je nach Bundesland zwischen 10 und 15 €, jede weitere ca. 5 €.

Wie viele Sterbeurkunden brauche ich?

Mehr, als man denkt. Empfehlung: mindestens 5 bis 10 Exemplare gleich zu Beginn besorgen.

  • 2 für Banken (oft brauchen verschiedene Filialen eigene Originale)
  • 1 pro Versicherung (Lebens-, Unfall-, Sterbegeld-, Riester-, Rürup-)
  • 1 für die Rentenversicherung
  • 1 für die Krankenkasse
  • 1 für das Nachlassgericht
  • 1 für den Arbeitgeber
  • 1 für sich selbst

Im Zweifel besser zu viel als zu wenig – Nachbestellen kostet jedes Mal Zeit und Porto.

Hilft der Bestatter dabei?

Ja, fast immer. Die meisten Bestatter bieten an, die Sterbeurkunden für Sie zu beantragen – Sie sparen den Behördengang. Aber prüfen Sie: einige rechnen pro Urkunde 10–20 € Servicegebühr auf den Behörden­preis drauf.

Behördendschungel? Unsere Begleiter-App führt Sie durch alle Anträge, sagt Ihnen welches Amt zuständig ist und welche Unterlagen Sie konkret brauchen.

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